Tourismus in Frankreich

Lust auf Ruhe? 10 Campingziele, die Sie diesen Sommer entdecken sollten

Lust auf Urlaub im Grünen, aber keine Lust, die Woche eingeklemmt zwischen zwei Mobilheimen zu verbringen? Auch wenn die großen Klassiker des französischen Campings in der Hochsaison oft ausgebucht sind, gibt es noch zahlreiche Reiseziele, an denen man die Natur, das Baden und Wandern genießen kann, ohne unbedingt den Menschenmassen ausgesetzt zu sein.

Hier sind 10 Ecken in Frankreich, die Sie auf Ihre Liste setzen sollten, wenn Sie diesen Sommer einen ruhigeren Campingplatz suchen.

1. Das Cantal: Vulkane, Seen und weite Landschaften

Das Cantal ist ein ideales Reiseziel für alle, die eine Abwechslung zu den überfüllten Stränden im Süden suchen. Hier prägen Vulkane, Täler und weite Landschaften das Bild. Eine Wanderung zum Puy Mary, ein Spaziergang im Jordanne-Tal oder ein Tag am Ufer des Sees von Saint-Étienne-Cantalès sorgen bereits für einen gelungenen Urlaub.

Liebhaber von malerischen Dörfern können auch einen Abstecher nach Salers machen, während Sportbegeisterte im Cantal-Massiv zahlreiche Wanderrouten vorfinden.

Saint-Flour
Saint-Flour© Istock

Das Cantal verfügt übrigens über ein umfangreiches Angebot an Campingplätzen, darunter zahlreiche Adressen mitten in der Natur, am Ufer eines Flusses oder in der Nähe eines Sees. Unter ihnen besticht der Campingplatz „Domaine La Plage du Garoustel“ in Saint-Gérons durch eine besonders angenehme Lage am Ufer des Sees von Saint-Étienne-Cantalès – ideal, um Baden, Wassersport und die Erkundung der Umgebung zu verbinden.

Eine weitere Möglichkeit ist „Huttopia Lac de la Siauve“ in Lanobre, das eher auf eine natürliche und ruhige Umgebung am Ufer des Sees von Bort-les-Orgues setzt. Ein guter Ausgangspunkt, um die Landschaften des Cantal zu genießen und bequem die Wanderwege zu erkunden.

2. Das Jura-Gebirge: Seen zum Baden und Wälder, in denen man sich verlieren kann

Der Jura ist ein hervorragender Kompromiss für alle, die Wasser und Natur suchen, ohne unbedingt Richtung Mittelmeer fahren zu müssen. Der Lac de Chalain, die Wasserfälle von Hérisson und der Lac de Vouglans gehören zu den absoluten Highlights.

Für ruhigere Tage lohnen sich die Dörfer im Weinbaugebiet des Jura oder die Wanderwege des Haut-Jura.

Die Region der vier Seen
Die Region der vier Seen© Istock

Die Auswahl im Jura ist besonders groß, mit Campingplätzen rund um den Vouglans- und den Chalain-See, aber auch im Haut-Jura. In Clairvaux-les-Lacs ist der Campingplatz „Le Fayolan“ besonders interessant wegen seiner Nähe zu den Seen und den Wassersportmöglichkeiten, während man von dort aus bequem die Region erkunden kann.

Weiter südlich im Departement bietet der Campingplatz Chancia hingegen eine ruhigere Lage am Ufer des Coiselet-Sees, mit einer Umgebung, die zum Schwimmen, Angeln und Spazierengehen einlädt.

3. Die Vogesen: Berge ohne die Menschenmassen der Alpen

Um in die Höhe zu kommen, ohne unbedingt in die Alpen fahren zu müssen, sind die Vogesen eine sichere Wahl. Der Gérardmer-See, der Longemer-See und die zahlreichen Wanderwege in den Hochvogesen laden dazu ein, mehrere Tage mit Wandern und Baden zu verbringen.

Die besonders Motivierten können den Hohneck in Angriff nehmen, während die anderen einfach die Wälder und kleinen Bergstraßen genießen können.

Lispachsee in der Bresse
Lispachsee in der Bresse© Istock

Die Vogesen bieten zahlreiche Campingplätze inmitten der Berglandschaft, insbesondere rund um Gérardmer und La Bresse. In Corcieux ist der Campingplatz „Domaine des Bans“ ein guter Ausgangspunkt, um die Seen und Wanderwege der Hautes-Vosges zu genießen und dabei die grüne Umgebung zu erleben.

In La Bresse ermöglicht der Campingplatz „Le Haut des Bluches“ einen Aufenthalt mitten in den Bergen, in der Nähe zahlreicher Wanderausgangspunkte und der wichtigsten Natursehenswürdigkeiten der Region.

4. Die Haute-Loire: Vulkane, Flüsse und Bergdörfer

Die Haute-Loire ist ideal für alle, die einen Aktivurlaub ohne das Trubel großer Ferienorte suchen. Sie können Le Puy-en-Velay entdecken, auf den Vulkanplateaus wandern oder mit dem Kanu die Loire hinunterfahren. Ein weiterer Vorteil: Die Landschaften wechseln schnell und es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Baden oder Wandern.

Puy-en-Velay
Puy-en-Velay© Istock

Was Campingplätze angeht, bietet das Departement mehrere Adressen direkt am Wasser oder mitten in der Natur. In Chamalières-sur-Loire ist der Campingplatz CosyCamp besonders gut gelegen, um die Loire und die Outdoor-Aktivitäten zu genießen. Ein guter Ausgangspunkt, um sportliche Tage und Momente der Entspannung auf dem Campingplatz abzuwechseln.

5. Der Morvan: um wirklich abzuschalten

Wenn Urlaub für Sie bedeutet, einen Gang herunterzuschalten, ist der Morvan auf jeden Fall einen Abstecher wert. Wälder, Seen, kleine Straßen und Dörfer bilden die perfekte Kulisse für einen Campingurlaub.

Château-Chinon
Château-Chinon© Istock

Der Lac des Settons ist natürlich ein Muss zum Schwimmen oder für Wassersportaktivitäten. Wanderfreunde können zudem die zahlreichen Wege des regionalen Naturparks erkunden.

Hier muss man nicht jeden Tag eine andere Aktivität planen: Man kommt vor allem, um die Ruhe zu genießen. Der Morvan verfügt übrigens über zahlreiche Campingplätze, darunter Anlagen am Seeufer oder mitten in der Natur, die perfekt sind, um diese friedliche Atmosphäre in vollen Zügen zu genießen.

6. Das Lot: Den Strand gegen den Fluss eintauschen

Warum unbedingt an die Küste fahren, wenn man seine Tage mit den Füßen im Wasser eines Flusses verbringen kann?

Im Lot bieten die Täler der Dordogne und des Lot zahlreiche Möglichkeiten zum Baden, Kanufahren und Wandern. Man kann auch Ausflüge nach Rocamadour, Saint-Cirq-Lapopie oder zu den Höhlen der Region unternehmen.

Puy l’Évêque
Puy l’Évêque © Istock

Um den Menschenmassen auszuweichen, empfiehlt es sich, einen Campingplatz zu wählen, der etwas abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegt. Im Lot gibt es zahlreiche Unterkünfte am Flussufer oder mitten in der Natur. In Rocamadour ist der Campingplatz „Les Cigales“ ein guter Ausgangspunkt, um die mittelalterliche Stadt und die Landschaften des Dordogne-Tals zu entdecken.

7. Die Ariège: die Pyrenäen in ihrer ursprünglichen Schönheit

Die Ariège richtet sich besonders an Camper, die die Berge genießen möchten, ohne unbedingt die großen Ferienorte aufsuchen zu wollen. Auf dem Programm stehen Wanderungen, Wasserfälle, Bergseen und Dörfer in den Pyrenäen. Sie können auch die Höhle von Niaux und die Burg von Montségur besuchen oder einfach in den Tälern spazieren gehen.

Es ist ein Reiseziel, an dem das Auto schnell in den Hintergrund tritt: Sobald man sich auf dem Campingplatz eingerichtet hat, gibt es überall Möglichkeiten für Ausflüge.

Tarascon-sur-Ariège
Tarascon-sur-Ariège© Istock

In der Ariège gibt es zahlreiche Campingplätze, auf denen man diese natürliche Umgebung in vollen Zügen genießen kann. In Tarascon-sur-Ariège liegt der Campingplatz „Le Pré Lombard“ ideal, um die Täler und Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden.

In La Bastide-de-Sérou bietet der Campingplatz „L’Arize“ eine grüne Umgebung im Herzen des regionalen Naturparks der Ariège-Pyrenäen, ideal für Naturliebhaber und Wanderfreunde.

8. Das Périgord Noir: Kulturerbe, Natur und Badespaß

Das Périgord Noir ist ein sicherer Tipp für Campingferien. Rund um Sarlat, Domme oder Beynac-et-Cazenac kann man mittelalterliche Dörfer, Burgen und die Dordogne genießen. Eine Kanufahrt auf dem Fluss, ein Besuch in Castelnaud oder ein Spaziergang durch die Gärten von Marqueyssac sorgen für abwechslungsreiche Tage.

La Roque Gageac
La Roque Gageac© Istock

Im Périgord Noir gibt es zahlreiche Campingplätze, die gut verteilt um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten herum liegen. In Sainte-Nathalène befindet sich der Campingplatz „La Palombière“ nur wenige Kilometer von Sarlat entfernt, was ihn zu einem guten Ausgangspunkt macht, um die Dörfer und Burgen der Region zu entdecken und gleichzeitig die Einrichtungen des Campingplatzes zu genießen.

Weiter östlich bietet der „Moulin de la Pique“ im Pays de Belvès eine naturnahe Umgebung. Eine interessante Lage, um die Ruhe zu genießen und gleichzeitig bequem das Périgord Noir zu erkunden.

9. Die Drôme: lieber ins Grüne als an die Küste

In der Drôme kommt es einfach darauf an, die richtige Gegend auszuwählen. In der Umgebung der Drôme Provençale, des Diois oder des Vercors kann man herrliche Landschaften genießen und gleichzeitig den stark frequentierten Gebieten entfliehen.

Auf dem Programm stehen: Baden in den Flüssen, provenzalische Märkte, Wandern und die Erkundung von Bergdörfern.

Weinberg von Crozes-Hermitage auf den Anhöhen von Tain-l’Hermitage im Departement Drôme mit Blick auf die Rhône
Weinberg von Crozes-Hermitage auf den Anhöhen von Tain-l’Hermitage im Departement Drôme mit Blick auf die Rhône© Istock

Das Angebot an Campingplätzen ist in diesem Departement besonders groß und umfasst sowohl klassische Campingplätze als auch Campingplätze auf dem Bauernhof und Naturcampingplätze. In Saillans profitiert der Campingplatz „Les Chapelains“ von einer grünen Lage am Ufer der Drôme – ideal, um Baden, Aktivitäten im Freien und die Erkundung des Tals zu verbinden.

In Comps bietet der Campingplatz „La Source du Jabron“ eine naturverbundene Atmosphäre mit dem nahegelegenen Jabron und zahlreichen Wandermöglichkeiten in den Landschaften der Drôme Provençale.

10. Die Bretagne: Camping zwischen Meer und Natur

Die Bretagne ist ein ideales Reiseziel für alle, die Camping, weite Landschaften und Küstenlandschaften miteinander verbinden möchten. Zwischen der Côte de Granit Rose, der Halbinsel Quiberon und dem Golf von Morbihan mangelt es nicht an Möglichkeiten für Spaziergänge und Entdeckungen.

Luftaufnahme von Saint-Malo
Luftaufnahme von Saint-Malo© Istock

Auf dem Programm stehen Wanderungen auf den Küstenwegen, kleine Buchten, malerische Dörfer und lokale Märkte. Und selbst mitten im Sommer reicht es oft schon, sich von den bekanntesten Ferienorten zu entfernen, um eine viel ruhigere Atmosphäre zu genießen.

In der Bretagne gibt es zahlreiche Campingplätze, die oft in Küstennähe liegen. In Ploumanac’h bietet der Campingplatz „Le Ranolien“ insbesondere die Möglichkeit, die Côte de Granit Rose und ihre Küstenwege zu genießen. Im Morbihan ist der Campingplatz „La Tour“ eine weitere interessante Option, um den Golf von Morbihan und seine Umgebung zu entdecken.

Wie lässt sich ein ruhiger Campingurlaub wirklich genießen?

Die Wahl eines weniger frequentierten Reiseziels ist ein guter erster Schritt, doch die Lage des Campingplatzes kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. Eine Anlage, die nur wenige Kilometer von einer sehr beliebten Sehenswürdigkeit entfernt liegt, ist oft wesentlich ruhiger als ein Campingplatz, der direkt neben der Hauptattraktion liegt.

Eine weitere Möglichkeit: die Reisedaten geschickt wählen. Wenn es Ihr Urlaub zulässt, können Sie Ende August oder im September oft noch angenehme Temperaturen genießen und gleichzeitig einen Teil der Menschenmassen und der Hektik des Hochsommers vermeiden.

Verlassen Sie sich schließlich nicht nur auf die Anzahl der Sterne oder die Größe des Wasserparks. Für manche sind die besten Ferien einfach diejenigen, bei denen man in aller Ruhe frühstücken kann, mit einem Fluss, einem See oder den Bergen als einziger Kulisse.

 

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